Das war vielleicht eine Odyssee hier hoch in den Norden! Fast neun Stunden. Freiburg - Hamburg. Einmal quer durch die schöne Republik... muss man ja auch mal machen, war auch Tag der Einheit. Nachdem sich schon kurz vor Karlsruhe die ersten Autos so'n bisschen mit hundert Klamotten in die Quere gekommen waren (das kommt schon mal vor!) stand ich das erste Mal. Dann ging es erstaunlich lange gut, bis ich schließlich zweimal jeweils eine Stunde im Baustellenstau stand. Man will ja auch nicht hungern, deshalb... Autohof. Ich persönlich kann mit diesen Tank&Rast-Kombüsen wirklich nichts anfangen, da überwinde ich sogar meine - öfter eingebildete als tatsächlich angeborene - Abneigung gegenüber Fast-Food-Restaurants. An der Autobahn schmeckt es auch bei Burger-King anders... fast möchte man sagen "besser", traut sich aber dann doch nicht. Egal, Burger-King also. Blöderweise war am Freitag Spieltag in der DEL und die ganzen Eishockey-Freaks aus Kassel wollten unbedingt nach Hannover oder was weiß ich wohin. Zu irgendwelchen Scorpions halt. Zwischenstation machten sie jedenfalls in meinem schön ausgesuchten Burger-King Fast-Food-Restaurant. Spitze! Bisher dachte ich immer, der Mob steht bei Schalke 04 in der Nordkurve. Falsch! Verglichen mit diesen Hockeyfans ist die Nordkurve der Arena auf Schalke eine etwas größere Ausgabe des literarischen Quartetts.
Der Burger-King-Laden war übrigens "Die fabelhafte Welt der Amelié", die hat dort nämlich bedient. Gaaaaanz in Ruuheee! Sachte, immer eins nach dem anderen. Bewundernswert, wenn eine Horde Eishockey-Oger derart geifernd nach einem doppelten Triple-Whopper brüllt, dass der Speichel die Kasse glitschig macht. Der Typ, der vor mir bestellte (ein Big King XXL-Menü und einen Triple-Whopper), erinnerte ein bisschen an den Höhlentroll aus "Der Herr der Ringe" – nur mit einem Eishockey-Trikot. Amelié wirkte jedenfalls vollkommen ruhig... vielleicht werden die bei Burger-King aber auch nach gelaufenen Kilometern pro Tag bezahlt. Amelié ging nämlich erst Mal den BigKing XXL holen, dann zurück zur Kasse, dann die Pommes holen ("Dadadadadada."), zurück zur Kasse (kontrollieren, ob sie was vergessen hat. Ja hatte sie! Ups!) dann den Whopper holen und zurück ("Irgendwas war doch noch bei so einem Menu dabei?!"), Getränk h-o-l-e-n, zurück... Majonnaise holen. M-a-j-o-n-n-a-i-s-e. Ist ja ohnehin ein langes Wort - das dauert schon beim Aussprechen lange. Bis das Zeug mal auf's Tablett gewuchtet ist! Naja, irgendwann - gefühlte zwei Stunden später - hatte ich sogar schon das erste Drittel meines Menus auf der Platte. Der Begriff "Fast-Food" gewinnt dort völlig neue Facetten. Nach knapp zehn Minuten war der Pappendeckel mit Hack und Salatblatt dann auch schon verzehrt. Musste ja auch weiter. Fabelhaft! Amelié bediente immer noch Oger. In Z-e-i-t-l-u-p-e!
Im Auto dann der nächste Schlag: Kaum das Radio eingeschaltet trällern die Helden ihr "Aurélie" - schon wieder so'ne Franzosenbraut!
5 Kommentare:
trag's mit fassung. du hättest ja auch einen echt französischen kellner erwischen können! dann würdest du jetzt noch immer auf dein essen warten! und doppelt so teuer wär's auch geworden ;)
ich wohn übrigens nicht weit vom echten amelie-cafe entfernt :)
bisous!
Es gibt halt nur ein familiär-kuscheliges Fast-Food-Lädchen zum Wohlfühlen: den Rattendöner am Freiburger HBF. Obwohl, der existiert ja nicht mehr. Vielleicht hast du ja Glück und der ist nach Hamburg gezogen...
Glück auf!
Uhh ja, ein Rattendöner... das wär jetzt was. Haben die sicher hier auch, Ich werde das mal ausbaldowern - ich versuch's erstmal am Bahnhof und dann im Zoo.
versuchs mal in paris, ich kenn da ne adresse wo die viele viele ratten erlegen ... harhar ... äh, eigentlich gar nicht so witzig ...
Und ich dachte, du freust dich, wenn du nicht mehr mein Versuchskaninchen für Koch-Experimente sein musst. Dem Herrn kann man es auch nie recht machen... Trotzdem guten Appetit.
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