Donnerstag, 25. September 2008

Sinnlos im Weltraum

Aus den Niederungen der TV-Unterhaltung zurück zu ganz großem Kino: Selten hab ich bei einem Science-fiction Film so gelacht wie bei folgendem Kultfilm:

Barbarella (1968)

Im Jahr 40.000 vor Christus soll die flotte Astro-Agentin Barbarella (Jane Fonda) im Auftrag des Präsidenten der Erde den Wissenschaftler Durand-Durand (nach dem benannte sich später die Band Duran Duran) finden. Barbarella fliegt also los, gerät mit ihrem bemalten Holzraumschiff (hey, es ist 40.000 v.Chr.!) in einen elektrischen Strudel (Ich hasse es, wenn das passiert!) und stürzt auf einem unbekannten Planeten ab. Dort wird sie von Kindern gefesselt und fast von Monsterpuppen gefressen. Ein sehr behaarter Weltraum-Großwildjäger rettet sie und weiht sie in die Geheimnisse der körperlichen Liebe ein. ("Make love? But no one's done that for hundreds of centuries!") Das haben sie auf der Erde irgendwie vergessen, oder noch nicht erfunden oder was weiß ich, jedenfalls gibt es dort nur "Verzückungsübertragungspillen".

Nach diesem Techtelmechtel macht sich Barbarella wieder auf die Suche nach Durand Durand... stürzt aber wieder ab! (Nein?? Doch!! Ohhh!!!) Nach ihrer Bruchlandung trifft sie auf einen flügellahmen Engel namens Pygar, den sie wieder aufpoppt... äh, aufpeppt und mit ihm gegen die bösen Schergen des großen Tyrannen zieht. Der "Große Tyrann" entpuppt sich als brünette Domina, die scharf auf Barbarella ist. Weil sie die Lack-und-Leder-Diktatorin jedoch nicht ran lässt, kommt Barbarella in den Knast - aus dem sie sich allerdings mithilfe von - genau - Sex, wieder befreit. Nach mehreren haarsträubenden Situationen, die Barbarella jedoch alle durch - genau - Sex, übersteht, kommt sie schließlich dahinter, dass Durand-Durand das „Orgasmatron“ mittlerweile fertiggestellt hat: Die Opfer werden durch ein Übermaß an sexueller Stimulation getötet. Barbarella wird auch der Wirkung des Geräts ausgesetzt, (natürlich!) überlebt jedoch und das Gerät wird dabei zerstört.




Herausragende Dialogzitate:

Tyrant: "Hello, pretty-pretty."
Barbarella: "Hello!"
Tyrant: "Do you want to come and play with me? For someone like you I charge nothing. You're very pretty, pretty-pretty."
Barbarella: "My name isn't pretty-pretty, it's Barbarella."


Fazit:

Ganz großes Trash-Kino! So schlecht, dass es schon wieder gut ist. Allein schon für die Superwaffe, das "Orgasmotron", die skurilen Namen der Charaktere, wie "Dildano", und für den ersten Striptease in der Schwerelosigkeit (den Kylie Minogue im Video zu "Put yourself in my place!" kopierte) gibts fünf volle Eimer!


Trash-Wertung:




Kumpel, schneid' ihm den Weg ab!

Was hab' ich diese sprechende Karre geliebt. Mehr noch als den coolen GMC Sierra Pickup-Truck von Colt Seavers. Der hat die Kotflügel ja nicht auseinander bekommen, der sture Bock! Nicht so KITT, der schwarzer Pontiac Trans Am - mit blutrotem Scanner in der Motorhaube. Der hat gequasselt wie ein Wasserfall. G-r-a-n-d-i-o-s. Legendär der Turbo-Boost. Bei jeder Einstellung, in der Michael Knight (der Mann, der mit seinem Auto gegen das Unrecht kämpft!) den Knopf drückt, denkt man "Uhhh... nä, das wird nix" immerhin sah es jedesmal so aus, als lande KITT dermaßen auf der Schnauze, das gar nichts mehr geht - und *ZACK* Schnitt - spitze gelandet! Michael Knight wackelt noch ein wenig im Cockpit und ruft begeistert "Wow, Kumpel!" KITT sagt "Danke, Michael. Aber jetzt müssen wir Tanken, ich fahre nur noch mit Dämpfen!" Auf dem Weg zur Tanke wurde dann immer ein naives Mädel gerettet. Meistens alleinerziehend, mit so einem Lauser, der KITT und Michael suuuper cool fand. Grundsätzlich war der Anführer der ortsansässigen Gang (Motorrad, Baumaschinen, Rocker, tralalala...) hinter der alleinerziehenden Schönheit her. Da hat der Michael immer schnell die Lederjacke übergeworfen, ein bisschen in die Uhr gesprochen ("Hey Kumpel, komm sofort zum Hinterausgang!") und ist mit KITT im Dorf rumgefahren. Das hat dem Sheriff, egal wo, nie in den Kram gepasst: "Knight, wir sind hier anständige Leute, wir mögen keine Unruhestifter. Also setzen Sie sich in ihren Wagen und verschwinden sie!" Der Sheriff hatte immer Dreck am stecken! (KITT wusste sowas immer schon vorher "Michael, mir gefällt das nicht!")

KITT hatte in jeder Folge auch immer so lustige Sidekicks. Einen Hund, der ihn anpinkelt, zwei grenzdebile Autoknacker oder einen Landstreicher, dem er mal gehörig die Meinung geigt! Das Team der "Foundation für Recht und Verfassung" auch Klasse: Devon Miles, die alte Dörrpflaume und Bonnie, die fesche Mechanikerin, die in einer der späteren Folgen der dunklen Seite der Macht verfiel und durch diese bebrillte April ersetzt wurde. Michael Knight konnte übrigens vor Kraft kaum gehen und verliebte sich in jeder Folge - musste dann aber alleine mit KITT im Super Persuit Mode in den Sonnenuntergang fahren. Kein Wunder, dass der Hasselhoff das Saufen angefangen hat.

Ich kenn ja nur die deutsche Fassung, aber der Off-Kommentar des englisches Trailers ist um einiges schmissiger als das deutsche Intro. Ich meine, "Er kommt. Knight Rider. Ein Auto... ein Computer... ein Mann..." also bitte! Hier beide zum Vergleich.





Dienstag, 23. September 2008

Schizophrenie 2.0

Ygramul - die Viele. Da bekomme ich heute noch eine Gänsehaut, wenn ich diesen Namen höre. Die Viele - das mieseste Stück in der ganzen unendlichen Geschichte. Dieses abgrundtief böse Schwarmwesen. Das war selbst für die Verfilmung zu böse! Aber böse hin oder her, irgendwie komm' ich mir manchmal auch vor wie Ygramul. Wenn ich nämlich mal eben durchrechne Wer ich so alles bin... mannomann, da kommen aber einige Persönlichkeiten zusammen. Und wer ist Schuld an dieser morbus ygramul sprich der Schizophrenie 2.0? Genau! Das Internet! Genauer gesagt diese ominöse Schwarmintelligenz namens Facebook. Dort bin ich im Augenblick laut diverser Quizzes der Pirat Blackbird, the headless horseman, der chinesische Philosoph Laozi, der notorische Kopfgeldjäger Boba Fett aus Star Wars, Mr. Spock, der Vulkanier, Elitekämpfer Solid Snake, Geheimagent James Bond und natürlich Spiderman in einer Person. Außerdem bin ich Spartaner und Ninja. Ted Bundy war ich auch mal, das war mir aber zu unheimlich. Dafür bin ich allerdings ein Hurricane. Die ganzen Avatare aus Computerspielen gar nicht mitgerechnet (kann man ja gar nicht mitrechnen die Avatare, man wird ja sonst bescheuert!) Da soll man mit seinen ganzen Super-Fähigkeiten nicht durcheinander kommen! Sauber! Also wenn ich wüsste wer ich bin, würde ich mich nicht mit mir anlegen! Da ich meistens raten müsste, lass ich mich lieber in Ruhe.

Hört sich ja alles erstmal spitze an. Ich meine bei jeder Vorstellungsrunde sagen zu können: "Who I am? You really wanna know? I'm Spiderman!" oder "My name is Bond, James Bond" - das hat was. Oder wenn irgendeine Flachzange dumm fragt "was is'n das?" zu dröhnen "THIS IS SPARTA!!" Aber dann wäre morbus ygramul ja keine morbus, sondern etwas mit dem man einen ganz schönen Reibach machen könnte. Das Schlimme ist, dass man alles durcheinander bringt: Eben noch als Ninja im Schutze der Dunkelheit wie ein Schatten eine uneinnehmbare Festung infiltriert und plötzlich meldet sich Kumpel Blackbird, die Piraten-Persönlichkeit ,und brüllt - die obligatorische Buddl Rum in der Hand - alle Sicherheitskräfte mit einem schallenden "Klar zum Entern!" aus den Betten! Suuuper. Oder man hat als Boba Fett gerade einen Flüchtigen besiegt, will den zusammenschnüren und bei Darth Vader vorbeibringen *zack* ist man Laozi und murmelt bescheiden: "Ein guter Mensch erringt den Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttätigkeit über." Nicht gut fürs Geschäft! Gar nicht gut! Einmal war ich total in meiner Spock-Persönlichkeit drin, alles war logisch, faszinierend, vollkommen rational - und was kommt als nächstes? Genau *zzzuup* Headless Horseman! Da geht die ganze Logik flöten! Also wirklich, so kann ich nicht arbeiten.

Keine Ahnung wann es genau war, sagen wir vorgestern, ein herrlich aufgeräumter Schreibtisch und dann... ich merke sowas manchmal bereits im Ansatz, diesmal auch, ein Zucken im Augenlid... *baammm* Hurricane. Manche Unterlagen hab ich bis jetzt noch nicht wieder gefunden. Schön ist, dass ich an den Bleistiften in der Zimmerwand jetzt meine Klamotten aufhängen kann. A propos Klamotten... eben im Waschsalon - alles blau und rot verfärbt. Hmhm. Richtig: Spiderman-Outfit mitgewaschen. Das komische daran - ich hab gar keinen Spidey-Suite. Das kostet einen manchmal wirklich den letzten Nerv. Und dann jedes Mal die Frage: Fahr ich jetzt mit dem Aston Martin, nehm ich die Enterpreis oder lass ich mich gleich rüberbeamen? Beamen, genau, da sind wir wieder zurück bei Ygramul! Die Viele injizierte ihren Opfern ein Gift, das innerhalb einer Stunde tödlich wirkte, in dieser Zeitspanne konnte man jedoch an jeden beliebigen Punkt in Fantasien gelangen. Da kommt man dann an - tot. Nee ne ne, lass mal, da nehm' ich lieber den Aston Martin. Wenn ich jetzt nur wüsste, wer den wo abgestellt hat...

Montag, 22. September 2008

Otto, Greg... fliegt schon mal die Comet vor

Tach zusammen. Ich weiß, ich weiß... ewig nichts geschrieben, ewig nichts gepostet tralala. Gnagnagna. Aber man kommt ja zu nichts mehr - bei der ganzen Arbeit und Telefoniererei. Allerdings recherchiere ich gerade in Sachen "Personalethik bei Medienkonzernen". Und bis die Recherche abgeschlossen ist - sssssspppphhh. Sag ich nichts. Deswegen aber heute trotzdem eine Kleinigkeit. Neben den unglaublich schlechten Filmen, die früher wie heute so munter produziert wurden und werden, gab und gibt es ja auch noch einige Serien-Granaten. Deswegen hier in loser Folge die dollsten Serien aller Zeiten (und da waren nicht nur schlechte dabei!) Weil heute alles immer nur schlecht und böse ist fange ich mit meinem allerersten Bildschirm Helden an... manmanman, was wollte ich unbedingt diesen schnieken Anzug mit der Milchglasscheibe vorne drin haben!

Captain Future (1978)

Was für ein Haudegen! Der weiße Ritter des Weltraums! Das sollten sie heute mal neu verfilmen! Aber nein, da denken sich Lucas und Konsorten lieber Episode 1 aus oder schießen Indy in 'nem Kühlschrank durch New Mexico - s-c-h-ö-n-e-n Dank! Suuuper Idee! Aber zurück zu diesem schneidigen Manga-Recken! Der konnte ja alles: Raketen bauen, Säbelzahntiger bändigen, schießen wie ein Weltmeister - mit zwei Laser-Knarren (die an Kabeln hingen - uiuiuiui, da zitterte der Mob!) und was weiß ich nicht alles. Nur mit Frauen... das war jetzt nicht so der Renner. Mein Lieblingszitat:

Joan Landor (betete Captain Future ja an!): "Captain, ich kann doch das Raumschiff fliegen!" Daraufhin Future: "Aber nein Joan, Sie sind doch eine Frau!"

Okay... vielleicht ein Grund, warum die Neuverfilmung so lange auf sich warten lässt... die Dialoge zu entschärfen ist echt knifflig!!
Und was hatte der Captain Future für ein geiles Schiff - Die Comet! Wer sich mal die Entwurfszeichnungen für das Schiff von Han Solo in Star Wars angeguckt hat, der weiß: Han Solo hätte beinahe eine Comet verpasst bekommen - so eine duffte Schleuder war das! Damit haben sogar Zeitreisen hingehauen - Otto, der sagenhafte Androide musste nur den Riesenpropeller anwerfen und *WUPP* zurück in der Vergangenheit... oder geschrumpft in einem Mini-Universum - je nachdem wie rum der Propeller sich drehte. Wen gab's da noch? Jaahhh... Grag die alte Blechbüchse, der sich immer mit Otto gezofft hat (und diese beiden komischen Viecher der beiden, Oak und Yiek... die haben mich schon mit sechs genervt!) und natürlich Professor Simon, das lebende und fliegende (!!) Gehirn und Captain Futures weisester Ratgeber... obwohl der natürlich immer schon alles vorher weiß. Dann gab's noch Ezella Garnie, der war Weltraum-Marshall auch wenn sich sein Name anhört, als hätte er für Waschmittel werbung gemacht.

Das waren die Helden. Die Bösen waren auch ganz miese Typen: Vul Kuolun, der sah aus wie Robert Wagner und war außerdem der Sohn des Mörders von Captain Futures Eltern - eine fiese Möp! Auch der Herrscher von Megara war eine linke Bazille. Bis auf die Oberschurken haben es eigentlich immer alle bösen Wichte eingesehen, dass das jetzt nicht so dolle war mit Mord und Totschlag und gaben sich ganz zerknirscht (dafür gab's ein eigenes Musikstück!)


Donnerstag, 18. September 2008

Ohh mai gohd luk at dis!

Ehrlich gesagt bin ich zu erschüttert um das untenstehende Filmchen zu kommentieren... so stelle ich mir das absolut Böse vor! Also zumindest stelle ich mir vor, dass das absolut Böse genauso spricht...


Sonntag, 14. September 2008

Vampir-Nachschlag

Als ich gestern die Eckdaten von "Dracula jagt Mini-Mädchen" recherchiert hab, bin ich auf einen ganz heißen Anwärter für meine Liste der besten Trashfilme gestoßen: "Blacula".
Ganz großes Kino!!
Im Lexikon des internationalen Filmes heißt es sogar, dass „die ironische ‚schwarze‘ Variante des Vampir-Mythos“ zu einem „der besten ‚Blacksploitation‘-Filme überhaupt gehört, dank eines einfallsreichen Drehbuchs und eines überragenden Hauptdarstellers“. 1972 heimste "Blacula" sogar den goldenen Saturn der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films in der Kategorie "Bester Horrorfilm" ein. Da freut sich nicht nur Quentin Tarantino... Leider gibt's den Film nicht bei der Online-Videothek meines Vertrauens und erst ab Ende Oktober als UK-Import-DVd im Handel - da hoffe ich nur auf das unergründliche Filmarchiv der Cinema-Redaktion. Falls jemand den Film zufällig hat, bitte sofort melden! Als Appetithäppchen hier der Trailer:


Freitag, 12. September 2008

Die Nacht der langen Zähne

Die Untoten geisterten die letzten paar Tage ja mit geradezu unheimlicher Regelmäßigkeit durch die Kommentare. Da führt jetzt also kein Weg mehr an Dracula und Konsorten vorbei. Nun dann hinunter in die leichenkalte Gruft der Vampirfilme, gegen die weder Knoblauch noch Weihwasser noch Holzpflöcke helfen...

Planet der Vampire (1965)

Die Raumkreuzer Argos und Galliot erkunden die unendlichen Weiten des Weltalls. Das fluppt eigentlich alles ganz gut, bis in der Nähe des Planeten Aura der Funkkontakt beider Schiffe plötzlich abreißt. Die Argos muss natürlich auf dem ungemütlichen Nebelplaneten notlanden. Nachdem der heldenhafte Captain Mark Markary (!!!) den Raumer so eben landen konnte, entdeckt die Crew das Wrack der Galliot und darin die grausam zugerichteten Leichen der Besatzung. Die ehemaligen Kollegen hält es nach der Beerdigung nicht lange unter der staubigen Erde des Planeten und gehen auf Mark Markay und seine Kumpels los. Fliehen wäre eine gute Idee, wenn bloß nicht der verflixte Meteor Rejektor hin wäre (Ich hasse es, wenn das passiert!)!



Herausragende Dialogzitate:

Mark Markary: "Sanya, What is it?"
Sanya: "Oh, I... I got a shock!"
Mark Markary: "How?"
Sanya: "Touching that!"
Mark Markary: [touches the object Sanya indicated] "Ouch!"

Fazit:


Zwar ist diese Space-Opera nicht das, was man befürchtet, also ein übles Cross-Over von Star Trek und Dracula, in dem Captain Kirk, Entschuldigung Captain Mark Markary, den Van Helsing im Austronauten-Dress gibt. Das ändert allerdings nichts an der kruden Handlung und den unterirdischen Schaupielern... denen hätte mit einem angespitzen Holzpflock wirklich geholfen werden können.

Trash-Wertung:





Dracula jagt Mini-Mädchen (1972)


Der Graf ist zurück! Und wer ist Schuld? Genau die Hippies! Nachdem 1872 Dracula im finalen Kampf (Mhmh... sicher, deswegen auch die dreitausend Sequels!) gegen Van Helsing das Cape an der Garderobe der
Höllenpforte eigentlich abgegeben hat, will ihn 100 Jahre später sein Jünger Johnny Alucard (Na, wer das rückwärts liest und Böses denk... ich weiß auch nicht!) wieder reannimieren. Das geht natürlich am Besten bei einer flotten Drogenparty in einer verfallenen Londoner Kirche - kann man sich ja an fünf Finger abzählen. Frisch aus der Urne auferstanden, leckt sich Dracula die Eckzähne und macht Jagd auf schmucke junge Londoner Dinger. Blöd nur, dass der Erzvampir ausgerechnet einer gewissen Jessica Van Helsing (Van Helsing? - Da war doch was!) an die Halsschlagader will. Deren Oppa spitzt die Holzpflöcke an und rückt dem Blutsauger zu Leibe - is' ja auch Familien-Ehrensache!





Herausragende Dialogzitate:

Van Helsing: "There IS a Satan!"
Inspector: "Of course. Otherwise we wouldn't need a police force, would we?"

Fazit:

Nachdem der Vorgänger "Dracula - Nächte des Entsetzens" (1970) an den Kinokassen sang und klanglos abgesoffen war, zog man bei der Produktionsfirma Hammer nicht etwa die Reißleine für die "Dracula"-Reihe, sondern verfiel auf die bahnbrechende Idee, den Vampir in die Gegenwart zu holen. Na schönen Dank auch! Kurze Röcke, lange Haare, Drogen, Rock- und Pop-Gedudel... Austin Powers hätte seine Freude gehabt! So kurz wie die Röcke waren allerdings auch die Auftritte von Christopher Lee als Dracula - irgendwie hatten die Drehbuchautoren beim Schreiben wohl aus den Augen verloren, dass der untote Graf der Hauptcharakter des Films sein sollte...


Trash-Wertung:



Bald alles futsch?


Du heiliges Kanonenrohr, was war ich froh, dass ich heute Morgen wach geworden bin. Hätte ja auch ganz anders ausgehen können, nachdem die feinen Herrschaften vom Kernforschungszentrum Cern ihren Teilchenbeschleuniger (auch so eine Art heiliges Kanonenrohr) angeworfen haben. Was haben sie vorher nicht alle geschrieen „Nein!“, „Oh, Mein Gott, nicht den Knopf drücken!“ oder „Wir werden alle sterben!“ Ein Horrorszenario jagte das andere. Mein Lieblingshorror-szenario war ja das mit den Schwarzen Löchern. Uhuhuhuhu. Schwarze Löcher. Kennt man ja aus den einschlägigen Science-Fiction-Filmen. Wenn sich da ein Schwarzes Loch auftaucht – is’ das nie gut! Nie! Schlimmer sind nur Wurmlöcher... Im Weltraum. Im Watt sind die auch egal.

Aber zurück zu dieser Schwarzes-Loch-wegen-Teilchenbeschleuniger-Geschichte. Und was die Quatschmacher der Boulevardpresse so alles verbreitet haben... man wurde dann doch immer ein bisschen unsicherer... So ganz koscher war das ja auch einigen Experten nicht. Bei diesen ganzen "ja, könnte sein", "wir glauben, dass" oder "ausschließen können wir es nicht" - da wird man ja bescheuert! Vielleicht ist ja doch was dran an diesen Verschwörungstheorien, durch die Versuche im Teilchenbeschleuniger könnten weltenverschlingende Schwarze Löcher entstehen. Zwar nur ganz kleine, aber eben weltenverschlingend. Aber was soll die Klatschpresse schon anderes schreiben, wenn sogar Miro Klose seine eigene Torflaute zusammenschießt? Nachdem sich einige verzweifelt gewehrt haben, ballern die Wissenschaftler von Cern aber trotzdem auf Teilchen (das gäbe eine Sauerei wenn die das in einer Bäckerei machen würden!). Muss man einfach mal draufhalten mit der Teilchen-Knarre. Wird schon irgendetwas dabei rauskommen.

Das alles im Hinterkopf aber trotzdem froh, dass die Welt noch nicht von innen heraus aufgefressen wurde, bin ich heute früh ins Bad und dann AHHHH!! Kleine Schwarze Löcher... sie sind überall! Da... und da... links, rechts, oben, unten (Merken: Spiegel wieder einmal sauber machen, weniger Akte-X-gucken!). Da kann einer sagen was er will, diese Panikmache macht dem Unterbewusstsein doch irgendwie zu schaffen. Man nimmt Dinge ganz anders war, wenn so ein Teilchenbeschleuniger läuft. WOW.... schnell Milch in das Schwarze Kaffeeloch in der Tasse. Puhhh, das war knapp. Beinahe wäre die Welt futsch gewesen außerdem.... Neeiiinnnnn! All diese Schwarzen Löcher... sie ziehen mich an, kann nicht wieder-stehen, muss stand-haft blei-ben, sonst Erde ver-nich-tet. Ach Scheiß drauf, das Mohnbrötchen ess' ich jetzt! Schwarze Löcher hin oder her.

Mittwoch, 10. September 2008

Die hehren Ritter der Comunio-Runde

Online Fußball-Manager-Spiele sind eine tolle Sache. Endlich mal das richtig machen, was die Trainer der Bundesliga an jedem verdammten Samstag falsch machen. Aber wirklich jedes Mal! 


Schöner Nebeneffekt ist es auch, die Liga mal so richtig kennen zu lernen – bis auf den allerletzten Ersatzspieler. Also nicht die, die sich siebzig Minuten an der Seitenauslinie warm laufen und dann doch nicht zum Zug kommen, sondern die, die Woche für Woche auf der Tribüne sitzen und nur berücksichtigt werden, wenn selbst der Busfahrer aus den Latschen kippt. Diese, auch dem fleißigen Sportschau-Beobachter und Kicker-Leser eher unbekannte graue Masse der 160.000-Euro-Spieler kennt jeder, der sich online zum Manager aufschwingt, innerhalb kürzester Zeit aus dem FF.


Eigentlich sind diese Online-Manager – ob nun Comunio, Kicker oder wasweißich -  unglaublich einfach: Mannschaft kaufen, Aufstellung festlegen, Spieltag abwarten, Punkte aus den Spielerbewertungen begutachten, darüber ärgern, auf den nächsten Spieltag warten. Und so weiter. Im Grunde also ein Selbstläufer. Aber dieses scheinbar ach so heile virtuelle Paradies hat ebenso seine Macken wie die wirkliche Welt. Das geht schon mal damit los, dass man – obwohl M-a-n-a-g-e-r – keinen Cent sieht! Fein! Aber da der Spieltrieb beim Mann immer über die Vernunft siegt ist das völlig in Ordnung. Weitaus haariger stellt sich die Sache mit der Punkteberechnung dar.



Die Verantwortlichen dieser Manager-Comunities versichern so oft sie können, dass jede einzelne Spielernote sehr minutiös ausbaldowert wird. Das stellt man sich dann ungefähr so vor: Unglaublich findige Sportjournalisten sitzen in einer abgedunkelten, ein Quadratmeter großen Zelle und gucken sich jedes Spiel etwa 24 Mal an. Dabei werden verschiedene Strichlisten über jeden Spieler angefertigt (Ballkontakte, Hose-hochziehen, Rotzen, etc.). Aus diesem enormen Konvolut an Daten zaubert der erfahrene Experte dann eine treffende Schulnote. Wenn diese unglaublich findigen Sportjournalisten aber Mal keine Lust haben das 0:0 zwischen Hannover und Cottbus 24 Mal zu analysieren, dann würfeln sie auch schon mal. 0:0 ist ein häufiges Ergebnis. Deswegen basieren sowohl das ominöse „Sportal-Schema“ als auch der hoffnungslos überbewertete „Kicker-Kanon“ auf dem komplexen, in Fachkreisen „Nasenformel“ genannten, Bewertungsschlüssel. Das geht dann wie folgt vor sich: „Mein Gott, der Rosenberg... na super! Die Nase passt mir nicht, der kriegt ne 4,5! Ohhh, der feine Herr Marko „Der-ist-noch-so-jung-und-unbedarft-den-find-ich-super“ Marin, na der spielt ja heute einmali... oh... Fehlpass... schon wieder... na ja, wenn einer so jung un... also, diese gelbe Karte muss man nicht geben, das schreiben wir mal seiner Unerfahrenhei... ROT? Der ist ihm doch absichtlich in den Ellenbogen gelaufen. Aber bitte... na dann, eben nur eine 1,5!“


Und dann der Transfermarkt in der virtuellen Welt. Stunden verbringt man auf diesen Seiten mit Sichtungen, Gegenrechnen, Punkte vergleichen und pipapo. Doch auch hier türmen sich bedrohlich dunkle Wolken.Wie erinnere ich mich noch an jenen Tag, als auf der Transferliste der komplette Kader eines Mitspielers gleich einem ebenso unterschätzten wie schaurigen Menetekel vom Ende der ruhigen Zeiten kündete. Sowas gibt’s da nämlich auch: Spekulanten. Heuschrecken! Sklavenhändler! Roman Arkadjewitsch Abramovitschs! Sehen in den Spielern nichts als Kapitalanlage! Kaufen und verkaufen, jeden Tag, immer wieder, immer weiter, immer weiter. Hauptsache Gewinne, nur um wieder noch teurere Spieler zu kaufen und wieder zu verkaufen, am besten innerhalb eines Tages! Hier warne ich: Auch das digitale Abziehbild eines Profifußballers hat eine verletzliche Seele! 


Und hier erschließt sich dem geneigten Leser auch endlich: Deswegen trifft der Klose die Bude nicht mehr. Der wird jeden Tag ungefähr fünfundzwanzigtausendmal verschachert – so etwas tut weh! Nun gut, wird der eine oder andere fragen, „Hat der nicht gegen Finnland drei Tore geschossen?“ Da kann ich nur fragen „Gibt es in Finnland ein Internet?“ „Ja sicher!“ sagen die einen... „Sicher?“ frage ich!! 

Montag, 8. September 2008

Die besten schlechtesten Filme

Wie angekündigt, geht es heute nach Japan... zum unbestrittenen König des Trashfilms: Godzilla! Man man man, da sind schon ganz schöne Gurken dabei. Seit 1954 die verstrahlte Echse (optisch eine Mischung aus Hunde-Ratte (Kopf), Ratte (Schwanz), Marshmallowman (Körper) und Kaktus (Rückenkamm)) das erste Mal Tokyo in Schutt und Asche legte, haben die Japaner in knapp 30 Megamonsterfilmen bis heute gezeigt, dass sie in punkto Geschmack ziemlich schmerzfrei sind. Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn Gojira (so der Originalname, der sich aus gorira (Gorilla) und kujira (Wal) zusammensetzt) ist ja nicht das einzige Supermonster, das regelmäßig Japan zu Klump haut. Neben Godzilla, treten etwa die Riesenmotte Mothra, der dreiköpfige Ghidorah oder Megaguirus in regelmäßigen Abständen ganze Armeen in die Tonne. Dieser Megaguirus düst übrigens mit vierfacher Schallgeschwindigkeit durch die Luft und verursacht dabei - das kann man sich an fünf Fingern abzählen - elektromagnetische Turbulenzen! (Das ganze Panoptikum der Monster ist auf der herrlich schrägen Seite von Tohokingdom zu bewundern). Hier nun ein frühes Machwerk des japanischen Monsterkinos stellvertretend für die ganze Reihe der Verheerungen, die Schauspieler in einem knubbeligen Gummikostüm vornehmlich in Nippon angerichtet haben.


Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)
(Kaiju Soshingeki; Destroy all Monsters)


Im Jahr 1999 (Heute historisch belegt!) leben alle bekannten Megamonster, darunter Godzilla, streng bewacht auf "Monster-Island" (Reisewarnung des Auswärtigen Amtes beachten!!). Eines Tages werden die strunzdoofen Tiere aber auf einmal schlau, brechen aus und fallen über die Großstädte der Welt her (Als hätte ich es geahnt!): Godzilla macht New York platt, Flugsaurier Rodan setzt zum Sturzflug auf Moskau an und Mothra wirbelt in Peking gewaltig Staub auf. Der pfiffige Raumschiffkapitän Yamabe (Der japanische Kirk!!!) stellt schnell fest, daß die Monster ferngesteuert werden. Drahtzieher sind die außerirdischen Kilaak (Haben technologisch hoch entwickelte Papp-Raumschiffe), die sich auf dem Mond eingenistet haben. Weil die Macher der Godzilla-Filme Tokyo so gut in Klein nachbauen konnten, treffen sich alle Monster zum Showdown in der japanischen Hauptstadt. Als alles verloren scheint bzw. schon fast alles kaputt ist, gelingt es den Menschen, die Kontrolle über Godzilla und alle seine Monsterkumpel zu übernehmen - alle bis auf den dreiköpfigen King Ghidorah... (BAM BAM BAAAM!)

Trailer:



Fazit:

Die Megaparty des Monster-Clubs! Jeder hochhausgroße Saurier, der was auf sich hält, zerdeppert hier irgendetwas. UFOs gibt's auch jede Menge. Und was bis dahin noch niemand ahnte: in den Gummi-Kostümen kann man super tanzen. Ohnehin nimmt der Siegestanz der Monster (!!!!) am Ende des Films die spätere Bollywood-Entwicklung vorweg! Warum aber "Frankenstein"?? Die Außerirdischen-Klamotte ist ein alter Hut und wird in jedem dritten Godzilla-Film bemüht, zuletzt in "Godzilla: Final Wars" (2004).

Trash-Wertung:


Samstag, 6. September 2008

Emotionslos im Stadion

Jedes Mal, wenn ich ins Stadion gehe hab ich ein Riesen-Glück! Nein, nicht, dass ich ein Granaten-Spiel nach dem anderen sehe. Näää! Ganz und gar nicht! Meist ist es ein Grottenkick. Das mein’ ich aber nicht. Ich stell' mich nämlich immer in die unmittelbare Nähe von Spitzenexperten. Da spielen sich regelmäßig Dramen ab. Egal wo. In Stuttgart. In Frankfurt. In Köln. Auf Schalke. Überall. Am Schlimmsten ist es immer in Freiburg... der SC zieht diese Pseudo-Intellektuellen-Fußball-Philosophen magisch an. Die kommen nur zum Sportclub, weil der ja noch gar nicht so kommerzialisiert ist wie der Rest in Fußball-Deutschland... deshalb ab ins B-a-d-e-n-o-v-a-Stadion. Aber Egal.


Auf den Rängen der Arenen tummeln sich die unterschiedlichsten Spielarten des Fußball-Fans. Da wäre zu allererst der Besserwisser. So einer steht immer neben mir. Immer! Der Besserwisser sieht auf jeden Fall alles viel genauer als der Schiedsrichter. "FOUL? WAR GAR NICHTS. DAS SEHE ICH DOCH VON HIER!" Dass da vielleicht ein Zaun, ein Flutlichtmast und eine zwölf Quadratmeter große Patchwork-Fahne die Sicht einschränken interessiert nicht. Da wird weiter gebrüllt. Gebrüllt, weil normal reden is’ nicht beim Besserwisser. Das geht dann in einer Tour. 90 Minuten. Oberste Regel: Der Schiri ist immer Schuld. Auch wenn die eigene Mannschaft jeden Ball in Richtung Eckfahne tritt statt aufs Tor. Hier kommt der Verständnisvolle ins Spiel. Dieser possierliche Vertreter der Gattung Fan ist zwischen 50 und 60 Jahren und steht immer an ein Geländer gelehnt. Außerdem trägt er eine Mütze, zwar in den Vereinsfarben, allerdings ist das formlose Ding von einem regionalen Baumaschinenhersteller oder so. Der Verständnisvolle sagt nicht viel - hin und wieder nuschelt er dem Nebenmann (meistens ich). ber die Schulter zu: „Muss er versuchen!“. Meist hat dann gerade einer von der Eckfahne abgezogen.


Die übelsten Nervensägen im Stadion sind jedoch die Spielertrainer: Taktisch geschult in der Kreisliga B („Wieso geht da keiner kurz?“), perfekt am Ball („Oh Junge, denn musst du in der Drehung aus der Luft nehmen!“) verkannter Nationalspieler („Wenn mich damals ein Talent-Scout gesehen hätte, wär’ ich heut’ in Madrid) und indoktriniert von Steffen Simon (Zitat: „Unten raus hat Bremen oft Probleme mit der Luft“ oder „Brügge ist ein wunderschönes, aber sehr, sehr kleines Städtchen mit 120.000 Einwohnern.“) Da hilft eigentlich nur noch eine Standleitung zum nächsten Pils-Zapfhahn, sonst erträgt man es nicht. Sätze wie „Hätte klappen können!“, „War ja klar, da muss er viel früher drauf gehen“ oder auch das sehr beliebte „Schieß!“ kurz nachdem der Spieler die Mittellinie überquert hat ohne Luftholen über die gesamte Spieldauer... im internationalen Geschäft wird so jede Verlängerung zur Höllenqual.


So ein Spielertrainer stand beim letzten SC-Spiel neben mir… klassisch in Gore-Tex-Jacke und Camel-Boots, nur der Fahrradhelm hat noch gefehlt. Natürlich war das Spiel auch eine ganz üble Grotte. 1:0 für den SC gegen Hansa. Noch nie war mir ein Spiel schon im Stadion so egal… aber wir hatten unseren Spaß. Auch als die Freiburger sich von der Nordkurve hochleben ließen. Wolle aus F meinte da dann nur „Also das brauchen sie jetzt auch nicht jedes Mal zu machen!“ Das war dem Spielertrainer (Wahrscheinlich Robin Dutts Bruder) zu viel. „Immer dieses Gelaber!“ wurde er ausfällig… ich hab mich dann nur halb über die Schulter zum entgeisterten Wolle umgedreht und genuschelt: „Muss er versuchen!“

Freitag, 5. September 2008

Technischer Schnickschnack



Also ich weiß ja auch nicht... diese Blog-Oberfläche treibt einen ja beinahe in den Wahnsinn! Da kann man definieren wie man will... die Schriftart wird ausschließlich nach einem hochkomplizierten Algorithmus zufällig bestimmt! Kumpel Spock würde sicherlich wieder "Faszinierend!" nuscheln... naja, die Vulkanier eben! Bin ja selbst kein Vulkanier und deswegen... krieg ich da manchmal fast ein bisschen zu viel. Aber eben nur fast.

Die Besten Schlechtesten Filme

Moinsen, heute begeben wir uns in unserer kleinen Reihe "Im Reich der wilden Filme" ins Actionfach, wo gestandene Kerle wie Chuck Norris, Michael Dudikoff oder Jean-Claude Van Damme noch gestandene Kerle waren. Hier schon mal zwei Machwerke, die nur mit sehr viel Bier zu ertragen sind... aber dann sind sie gut!



American Warrior (1985)

Joe Armstrong ist Soldat bei der US-Army auf den Philippinen (Oje! Oje!). Seine Herkunft liegt im Dunkeln und aufgrund einer rätselhaften Amnesie kann er sich nicht an seine Kindheit erinnern (Na das geht ja gut los!). Als Ninjas (Die laufen einem im philippinischen Dschungel schon mal über den Weg) einen Waffentransport überfallen, überleben nur Joe, zwei hochrangige Offiziere und die zickige Tochter des Stützpunktgenerals. Obwohl Joe mit seiner geheimnisvollen Kampfkunst (Uiuiuiuiuiui!) Schlimmeres verhindern konnte, gerät er in den Verdacht, am Überfall beteiligt gewesen zu sein. Als er auf eigene Faust (Im wahrsten Sinne des Wortes! Bam!) Nachforschungen anstellt, baldovert er aus, dass die Ninjas im Auftrag eines dubiosen Waffenschieberrings rumschleichen. Als Joe immer tiefer gräbt und immer mehr Ninjas vertrimmt, beginnt er sich an seine Vergangenheit und seinen Meister Shinyuki (Yoda) zu erinnern. Bald wird ihm klar, dass er dem bösen "Black Star Ninja" (Darth Vader) die Stirn bieten muss...

Der Trailer zum genießen:


Herausragende Dialogzitate:

Shinyuki: "The Black Star Ninja has betrayed the code."
Joe: "Then... he must die!"

Fazit:


Ein Riesen-Film! Ganz großes Ninjutsu sozusagen. Wie dieser Joe Armstrong immer die Pfeile, die auf ihn abgeschossen werden aus der Luft fängt... spitze! Und Mr. American Ninja guckt mit seinem einen Gesichtsausdruck immer so entschlossen. Dafür, dass der "Black Star Ninja" nicht "Ich bin dein Vater, Joe" sagt, gibt's eine Tonne Abzug! 


Trash-Wertung:


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Missing in Action (1984)


Colonel James Braddock, genannt der Tiger (Roaar!), kann nach acht Jahren aus einem vietnamesischen Gefangenenlager fliehen - mit dem einzigen Ziel, die grausamen Zustände, denen dort noch zahllose andere Soldaten (Die Hawaii-Hemden tragen?!?) ausgeliefert sind, zu beenden. Als offizielle Nachforschungen des US-Senats im Sande verlaufen, ergreift Braddock selbst die Initiative. Mit seinem alten Armeekumpel Tuck (Genannt der Kecks?) schleicht er sich nach Thailand ein und arbeitet sich durch den undurchdringlichen Dschungel (Das können nur Tiger - Und Chuck Norris!). Die Vietnamesen erkennen die Gefahr und versuchen die Gefangenen in ein anderes Lager zu verlegen. Der Tiger hat keine Zeit zu verlieren - lautlos, blitzschnell, tödlich greift er ein. Gut, dass Braddock auch in Zeitlupe von Wachtürmen springen kann...


Trailer






Herausragende Dialogzitate:

Littlejohn: "Braddock! I'm warning you, don't step on any toes!"
Braddock: "I don't step on toes, Littlejohn, I step on necks." (Aus Braddock - Missing in Action 3)


Fazit:

Chuck Norris guckt seine eigenen Filme bis zum Schluss an! Also wirklich, bei der Missing in Action-Trilogie ("Missing in Action 2 - The Beginning" und "Braddock - Missing in Action 3") um den Haudegen Braddock bleibt kein Auge trocken. Die Reihe hat alles: Trockenen Humor, unfreiwillige Komik, sagenhafte Stunts und einen charismatischen Chuck Norris. Mit Blick auf den vierten Indiana Jones bleibt die Hoffnung auf Missing in Action 4 - Endgame in Phuket bestehen.

Trash-Wertung:




Ach ja, und das nächste Mal geht's nach Japan...



Mittwoch, 3. September 2008

Die Besten der Besten der Besten Schlechtesten Filme

Na, diese neue Rubrik fand ja regen Anklang. Deshalb heute gleich zwei fürchterliche Tierhorror-Streifen, bevor es morgen zur Abwechslung ins Action-Fach geht. Ehrlich gesagt bin ich erschüttert, wenn ich nachrechne wieviele schlechte Filme ich in meinem Leben schon gesehen hab...

Grizzly (1976)

In einem nordamerikanischen Nationalpark werden die grausam verstümmelten Leichen zweier Camper gefunden. Ranger Kelley und der Zoologe Scott sind sich sicher, dass die Opfer von einem Bär zerfleischt wurden. Als es kurz darauf einen weiteren Angriff gibt, wird in dem beschaulichen Touristenort zur Hatz auf den reißenden Bären geblasen. Doch der Problembär ist nicht nur reißend sondern auch gerissen. Während alle Versuche, die Bestie unschädlich zu machen scheitern, tötet der Bär munter weiter. Zoologe und Verhaltensforscher Scott weiß mittlerweile, dass es sich bei dem Bären um einen 3 bis 4 Meter großen Grizzly handeln muss, der in der Gegend schon längst ausgerottet wurde. Er will das Tier unbedingt lebend fangen und sattelt sein Pony... 



Herausragende Dialogzitate:

Ranger: "Bears don't eat people!"
Dr. Hallitt: "This one did!"
Don Sober: "If ya feel a wet snout in ya face, whatever you do, don't move. And don't kiss it back 'cause it ain't me!"


Fazit: 

Im Fahrwasser von Steven Spielbergs "Jaws" spielte der Amok laufende Meister Petz schon drei Jahrzehnte vor Problembär Bruno knapp 30 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein... dass unter dem Pelz des "weißen Hais der Wälder" meist ein Schauspieler steckt schien die Zuschauer weniger zu stören. Einen Extra-Eimer gibts für den Mundharmonika-Soundtrack.

Trash-Wertung:




Piranha II - Fliegende Killer (1981)

Nachts werden zwei Taucher beim Sex (Natürlich!) im Meer von einem Schwarm Fische angegriffen und getötet. Als immer mehr zerfetzte Leichen an den Strand gespült werden, geht die Meeresbiologin Anne Kimbough der Sache auf den Grund. Unterstützung erhält sie von Polizeichef (Muss ja dabei sein!) und Ex-Mann Steve und vom undurchsichtigen Biochemiker Tyler Sherman. Sherman jedoch spielt ein doppeltes Spiel: Er weiß von geheimen Versuchen der Regierung mit genetisch veränderten Piranhas. Die vom Militär gezüchteten Killerfische sind hoch aggressiv und können sogar fliegen (Ahhhrgggh!) Keiner will auf Annes Warnung hören (Ach?) - die Katastrophe ist vorprogrammiert. Dann starten die Piranhas einen Luftangriff auf einen Hotelkomplex...
Trailer: 


Fazit:


Kein geringerer als James Cameron (Terminator, Abyss) führte bei diesem kruden Machwerk Regie. in einem Interview auf den Film angesprochen konterte er souverän: "Ich denke, dass "Piranha II" der beste Film über fliegende Piranhas ist, der jemals gedreht wurde." 


Trash-Wertung:


Im Reich der garstigen Gastronomen

Man man man, wie dusselig muss man eigentlich sein, wenn die erste Frage, die man einem weiblichen Pensionsgast stellt die nach ihren nächtlichen Schlafgewohnheiten ist? Genau! Sau-dämlich!! Der feine Herr Zimmer - sicherlich ein guter Bekannter von dem so hoch verachteten Herrn "Tempel des Todes" - macht das immer so. Saukomischen Humor hat. Ein verkanntes Genie. Deswegen brummt seine Pension "Zur Kappelle" am Bodensee auch wie blöd! Aber immerhin, so viele Zertifikate und Urkunden wie dort in der Schankstube an der Wand hängen... s-a-g-e-n-h-a-f-t! Gut, nicht alle sind von diesem Herrn Zimmer und nicht alle haben etwas mit Gastronomie zu tun. Da hängt zum Beispiel auch ein Zertifikat für Naturheilkunde einer Dame deren Name mir wieder entfallen ist an der Wand. Zu Gute halten können wir dem Herrn nur, dass dort nicht seine Seepferdchen-Urkunde und das sicher hervorragende Abschlusszeugnis der Grundschule zwischen den Koch-Zertifikaten hängt... hat er sicher nicht mehr gefunden.

Sehr geschäftstüchtig auch die Anpreisung des "Tagestellers vom Grill" (Zitat des Wirts: "lecker Kotelett mit schön viel Pommes und Salat" / Auch vom seltsamen Sohn angepriesen... der war später auf einmal verschwunden, der Bucklige, ... hat sich bestimmt verwandelt, war ja Vollmond!): "Nehmen Sie den Grillteller, alles andere macht uns zuviel Arbeit!" Jaahhh, da rollt der Rubel am Ende des Abends! Und um noch einen draufzusetzen: Wehe es erdreistet sich jemand, nach Pommes-Nachschub zu fragen. "Gibt's nicht mehr, die Friteuse ist schon ausgeschaltet." Da klingelt die Trinkgeldkasse!! Für dieses Stromspar-Modell (alle Geräte um 21.30 Uhr vom Netz nehmen!) gab es bestimmt auch ein Zertifikat zum an die Wand hängen. Ein weiteres Zertifikat hab ich am Wall of Fame vergeblich gesucht: Den erste Preis im Wettbewerb "Eigentlich hab ich das alles hier nicht nötig"-Gucken - muss der auch haben. Aber das Schockierende: Der feine Herr Zimmer ist wochenlang ausgebucht... Andererseits: Die meisten Fahrräder in der Gästegarage waren von Kettler und hatten einen Rückspiegel!

Ratlos auf dem Rad

Also, man kann mir ja viel erzählen. Von wegen deutsche Gründlichkeit. Das ist ja schon lange nicht mehr so wie früher! Für nix ist mehr Geld da! Erschütternd. Folgenschwer schlägt sich das etwa bei der Beschilderung von Fahrradwegen aus. Das geht ja mal gar nicht... vor allem wenn man bedenkt, wie die Schweizer das handhaben... und die Österreicher, aber dazu komm' ich noch.

Mit diesem Bodensee-Radrundweg kann man eigentlich nichts falsch machen... eigentlich! Im Grunde geht es immer stupide am Ufer lang. Beschilderung brauch'mer net! Aber: Da fahren mehr Spießer rum als auf der B31 am Sonntagnachmittag. Die haben dann zwa
r keinen Sonntagsfahrerhut auf, aber dafür am Fahrradlenker einen Rückspiegel (!!). Außerdem natürlich nur die "richtige" Radlerkleidung von Gonzo ("Else, wenn isch sach, isch brauch "S", dann mein isch auch "S"" - der Begriff Presswurst bekommt eine völlig neue Bedeutung, wenn so eine Plauze eingeschweißt auf dem Kettler-Alu-Rad daherstrampelt). Solche Schönwetter-Radler weichen auf einem fünf Meter breiten Radweg auch nicht aus, wenn man ihnen entgegenkommt. Aber die Panik in den Gesichtern, wenn man auch nicht ausweicht und beschleunigt ist unbezahlbar. Faucht man ihnen noch ein böses "weg da!" zu, dann kommen sie noch nicht einmal zu ihrem obligatorischen "hier fahret au' Kinder" oder "falsche Straßenseite"...

Aber zurück zur deutschen Beschilderungspolitik. Während in der Schweiz in jeder Kurve ein Schild steht und eindeutig in die richtige Richtung weist (in der Schweiz werden Radwege auch jeden Tag von Hand gefegt... ach was sage ich, gesaugt!) in Deutschland ist das anders: Der mündige Bürger hat eine Karte dabei zu haben. Ansonsten hängt das ganz nach Tagesform der Schilderaufsteller ab. Wie sinnlos da einige Wegweiser in die Landschaft deuten... legendär. Auch immer wieder gerne: Schilder so zu montieren, dass man sie nur lesen kann, wenn man zwei Meter vom Weg entfernt auf der Wiese im Kuhmist steht! Super auch, der Schabernack, den die Schilderaufsteller sich mit den Radfahrern machen. Da kann man zwanzig Kilometer Fahren und ist anschließend immer noch 37 Kilometer von Konstanz entfernt (ganz ehrlich... so falsch kann man nicht mal ohne Karte fahren!)

Irgendwann ist es einem egal und man fährt sowieso nach Gefühl... aber dann kommt man nach Österreich (meine vereh
rte K.F. da müssen wir mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden!) da fehlen einem bei den fehlenden Schildern die Worte!! Wenn dort mal ein Wegweiser steht, dann zeigen dort schon einmal zwei Schilder in völlig entgegen gesetzte Richtungen. Gut ist da nur, dass Österreich nicht so wahnsinnig groß ist.

Und wenn man dann glaubt, zurück in Deutschland bessert sich die Situation wieder etwas. Von wegen! Das Grenzland
zwischen Österreich und Deutschland das ist wie in der Walachei. Ich glaube da essen sie noch Hunde und hängen sich Knoblauch übers Bett. Wegweiser sind dort noch nicht erfunden. Blöderweise haben die aber sehr, sehr, sehr, sehr viele schmale Straßen... kommt schon mal vor, dass man fünf, sechs Mal die Grenze überfährt ohne etwas zu merken.

Da lob' ich mir doch die Chinesen... die ha
ben für jeden Mist ein Schild. Zum Beispiel "Rauchen ist Traktorlenkern während der Fahrt strengstens untersagt" oder "Beim überqueren der Straße keine Getränke vor Autos verschütten"...